Tag Archiv für Vernissage

Fairy Tracks – archetypisch und hybrid – Itzehoer Kulturnacht

Secession! fairy tracks

Das Ausstellungsprojekt Secession! bereicherte am 25.04.2015 die Itzehoer Kulturnacht um eine Reise in die archetypischen Gefilde menschlicher Natur und trotzte dem andauernden Regen.
Robert Hirses Hybridskulptur TRINA mit dem “The Polly Pocket Museum of Modern Art2 widmete sich angstfrei dem zeitgenössischen Phänomen einer shizophrenen Willkommenskulturdebatte über den einst ausgestorbenen Isegrimm und begrüsste das Rotkäppchen. Dieses unschuldige Mädchen voller Liebreiz wurde von Saskia de Kleijn oblatenmäßig in ihren “Little Red Riding Styles” portraitiert, während Wiebke Logemann unerschrocken die zumeist völlig unbekannten Wahrheiten über “Grannys Bed” installierte und illuminierte und somit die Kirchenstraße in einen Rotlichtbezirk verwandelte.
Glücklicherweise rückten die fünf Motive des seltenen Exemplares einer “Hubertuslampe” das mystische Geschehen aus längst vergessenen Rauhnächten ins rechte Licht, weil Manuel Zint in Parallelwelten die Erinnerung an den Hirschgott erjagte: “Heiliger Hubert, voller Gnaden, beschütze uns in dieser Nacht.”
Das hat funktioniert, auch wenn die Pannkokenkapelle andere Weisen intonierte.

während des Aufbaus

Secession! baut auf - Fairy Tracks

Secession! baut auf - Fairy tracks

Secession! vor dem Einbruch der Kulturnacht Itzehoe: Aufbau im Regen

Archetypische Mythen: von Rauhnächten und dem Hirschgott

Manuel Zint - Hubertuslampe

Aus historischen Parallelwelten geborgen: Hubertuslampe von Manuel Zint.

Manuel Zint - Hubertuslampe "Klappentext"

Manuel Zint - Hubertuslampe "Klappentext"

Manuel Zint - Hubertuslampe "Klappentext"

Manuel Zint - Hubertuslampe "Klappentext"

Wiebke Logemann - Grannys Bed

Wiebke Logemann - Grannys Bed (links bei Tageslicht, rechts in der dunklen Kulturnacht)

Während Polly Pocket unerschrocken des Wolfes Aufforderung “Schau mir in die Augen Kleines!” Folge leistet (unten links), erfährt das Rotkäppchen von TRINA alles über ihr märchenhaftes Ende, das in der unteren Reihe der Hintergrundcollage BILDmäßig sensationsheischend illustriert ist. Dass es sich hier um Rohkost handelt (Reh), darf ob der archetypischen Grausamkeit gerne unterschlagen werden.
Der seit 1820 in Schleswig-Holstein als ausgestorben geltende Wolf wurde seit 2007 gesichert 17 Mal nachgewiesen. In vier Fällen durch seinen Tod, der nicht per Gewehr herbeigeführt wurde wie damals bei Brokenlande sondern per Automobil – mittlere Bildreihe, von links: Autobahn A24 bei Witzhave am 26. April 2014, Autobahn A1 bei Sieck am 2. April 2013, Landstraße bei Bordesholm am 10. März 2015 und der nach 187 Jahren zuerst bemerkte Wolf, der am 17. April 2007 auf der B76 bei Süsel überfahren wurde.

Robert Hirse mit Hybridskulptur TRINA - Canis Lupus

Robert Hirse mit Hybridskulptur TRINA - Canis Lupus

Saskia de Kleijn - Little Red Riding Styles

Saskia de Kleijn - Little Red Riding Styles

Fairy Tracks der Secession: abends nicht nur mit Beleuchtung und Regen, sondern auch mit Livemusik der Kulturnacht Itzehoe – Pankokenkapelle.

Tusch für Secession!

Tusch für Secession!

Fotos und Text: Robert Hirse

Kunst “ab 18″: Vernissage mit Ausweis-Kontrolle

Aus der SHZ vom 29.08.2012: zum Artikel der Norddeutschen Rundschau

Secession! ab Achtzehn

Arbeiten von Michael Ruff, Wiebke Logemann, Saskia de Kleijn, Manuel Zint und Christian Richter.

Vernissage: Samstag, den 01.09.2012 um 19:00 Uhr.

Anschließend (ab 20 Uhr) Party mit Live Musik von den Beatpoeten.

http://soundcloud.com/beatpoeten

http://beatpoeten.wordpress.com/

Eintritt Party: 3 Euro

Die Ausstellung ist danach nur noch am Sonntag, den 02.09.2012 von 11 bis 19 Uhr zu sehen.

Eindrücke von der Vernissage am 6.9.2011

Alle Fotos freundlicherweise von Robert Hirse zur Verfügung gestellt. Danke.