Interkulturelle Woche: Mikronation „Secessionistan“ eröffnet Botschaft

Kriege und Gewalt, Diskriminierungen, Flüchtlingswellen: Die Welt, so wie sie real und teils grausam ist, bedarf mehr Menschlichkeit und Verständnis füreinander. Die Interkulturelle Woche (IKW) in Itzehoe wirbt dafür. Künstler mit ihren Mitten sensibilisieren außerdem. Das Ausstellungsprojekt „Secession!“ – aktuell betrieben durch die Itzehoer KünstlerInnen Saskia de Kleijn, Robert Hirse, Wiebke Logemann und Manuel Zint – begibt sich bereits seit 2011 an kunstferne Orte, zeigt Möglichkeiten und Strategien für einen alternativen Umgang mit Kunst auf und betritt immer wieder Neuland.

Anlässlich der Interkulturellen Woche gründete das Quartett den fiktiven Kleinstaat „Secessionistan“ als Projektionsfläche für gesellschaftliche Utopien. Am Samstag, dem 4.10.2014, schlägt ab elf Uhr das diplomatischen Korps dieser Mikro-Nation in der unteren Feldschmiede sein temporäres Botschaftszelt auf.

Eine professionell komponierte Hymne, die auch auf CD angeboten wird, lädt im 30-Minuten-Takt zum Fahnenappell der utopischen Insel-Nation. Angeboten werden lukullische Spezialitäten aus „Secessionistan“, die junge, offizielle Staatskunst, Souvenirs sowie diplomatische Dienstleistungen. Denn jeder, der sich zur in der Botschaft aushängenden Verfassung bekennt, kann Bürger der Mikronation „Secessionistan“ werden und erhält einen kostenlosen Pass. Gegen 14 und 16 Uhr vertiefen kurze Ansprachen globale Aspekte interkultureller Problematiken.

Die Botschaft der vier Secessionisten ist eindeutig: „Die Hochachtung der Kultur ist im Geiste Secessionistans tief verwurzelt, die Erkenntnis, dass kulturelle Leistung die Grundlage ist für vernünftiges und empathischen Handeln ist unumstößlich.“

BU: Utopische Staatsgründer: Die vier SecesionisInnen Manuel Zint, Wiebke Logemann, Robert Hirse und Saskia de Kleijn.

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